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Ultraschalldiagnostik
In unserer Praxis wird die Duplexsonographie der Arterien und Venen als die wichtigste Untersuchungsmethode ausschließlich vom Arzt durchgeführt. Sie erlaubt durch Visualisierung des von einem Schallkopf ausgesandten und nach Reflexion durch die fließenden Blutbestandteile bzw. der umgebenden Gefäßwand wieder empfangenen Ultraschalls eine hochgenaue Beurteilung des Zustandes des Gefäßsystems. Wir verwenden diese Untersuchung, wenn wir nach Erkrankungen der Venen (Krampfadern? Thrombose?), der Becken-Bein-Arterien (Gefäßerweiterungen? Gefäßverengungen?) oder der hirnzuführenden Arterien (Schlaganfallgefährdung?) fragen. Diese Untersuchung ist sehr zeitaufwändig und kostenintensiv, aber für eine definitive diagnostische Aussage unerlässlich.
Lichtreflexrheographie/ Photoplethysmographie Diese Untersuchung dient uns zur Beurteilung der Venenklappenfunktion. Dabei wird ein Messkopf an jeden Unterschenkel angelegt. Dieser Messkopf sendet infrarotes Licht aus, das von den im untersuchten Abschnitt liegenden Venen entsprechend ihrem Füllungszustand reflektiert wird. Dabei wird die Venenfüllung zu Beginn der Untersuchung im Ruhezustand und nach 10maligem Anbeugen des Fußes (Auspumpen der Unterschenkelvenen in Richtung zum Herzen) gemessen. Intakte Venenklappen sorgen für einen langsamen Rückfluß des Blutes in den Messbereich, wenn der Fuß wieder ruht. Je rascher der Ausgangswert erreicht ist, desto schlechter arbeiten die Venenklappen. Diese Methode wird häufig auch als Screening-Methode in Apotheken angeboten; falls die Apothekerin einen pathologischen Verlauf feststellt, wird sie Ihnen (häufig unabhängig davon, ob Sie Beschwerden haben oder nicht) empfehlen, einen Gefäßspezialisten aufzusuchen.
Oszillographie Diese seltener angewandte Methode erlaubt uns bei der Diagnostik von Erkrankungen der Arterien (Schlagadern), festzustellen, wie sich die Gefäßerkrankung auf die Durchblutung der Muskulatur auswirkt. Dazu werden am Ober- und Unterschenkel Manschetten angelegt und die Pulswellen in diesen Bereichen unter verschiedenen Druckverhältnissen geprüft. Diese Drucke in den Beinmanschetten steigern sich. Wenn auch unter der höchsten Druckstufe noch regelrechte Pulsationen ableitbar sind, kann man davon ausgehen, dass die möglicherweise festgestellten Gefäßveränderungen klinisch nicht sehr bedeutsam sind. Diese Methode erlaubt auch einen direkten Vergleich der Durchblutung des einen Beines gegenüber dem anderen.
Venenverschlußplethysmographie
Diese wichtige Untersuchungsmethode wird bei uns vor allem angewandt, um festzustellen, wie die venösen Abflussverhältnisse aus einem postthrombotisch geschädigten Bein auf die eingeleitete Behandlung reagieren: bei einer venösen Thrombose kommt es ja zu einem teilweisen oder kompletten Verschluß der tiefen Beinvenen, der sich je nach Therapieerfolg, manchmal im Laufe von Jahren, „rekanalisiert“, sodaß das venöse Blut leichter zum Herzen zurückströmt als zum Zeitpunkt unmittelbar nach dem Thromboseereignis: und diese Verbesserung des venösen Abflusses im Laufe der Zeit und gegenüber dem gesunden Bein lässt sich mit dieser Methode objektivieren. |