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Ambulante Krampfader-Operation
Seit Bestehen der Praxis, also seit Ende 1999, werden in unserem praxiseigenen OP Krampfaderoperationen durchgeführt. Im Vordergrund unseres Therapiekonzeptes steht dabei die sog. stadiengerechte „Stripping“- Operation, bei der der kranke Teil der oberflächlichen Vene von kleinen Hautschnitten aus entfernt wird. Dabei ist uns der funktionelle Erfolg ebenso wichtig wie der ästhetische Aspekt.
Über das OP-Verfahren soll hier im Einzelnen nicht berichtet werden: die Informationen darüber sind leicht zu beschaffen. Wichtiger erscheint uns die Darstellung unserer „Philosophie“ in bezug auf den zu operierenden Patienten- also gegebenenfalls auf Sie als Leserin/Leser dieser Darstellung!
Vor jedem OP-Beschluß steht die bei unserer ersten Begegnung stattfindende Diagnostik. Erst wenn diese die unbedingte Notwendigkeit zur Operation ergibt (also gar nicht allzu oft: häufig warne ich meine Patienten vor einer Operation aus ästhetischen Gründen ohne zwingende medizinische Notwendigkeit), werden wir gemeinsam einen geeigneten OP-Termin suchen und finden. Eine Woche vor diesem Termin treffen wir uns, um die sog. „OP-Aufklärung“ durchzuführen: ein ausführliches Gespräch über die Risiken, die bei keiner OP ganz auszuschließen sind, und über den Ablauf des OP-Tages und der ersten Zeit danach.
Am OP-Tag treffen wir uns zum verabredeten Zeitpunkt, um in der Zwischenzeit bei Ihnen aufgetretene Fragen zu klären (in aller Ruhe!), und um letzte Vorbereitungen zu treffen (Heparin-Spritze, Anmalen der sichtbaren Varizen im Stehen).
Nach der in Allgemeinnarkose durchgeführten OP bleiben die Patienten ca. 4 Stunden in unserem Aufwachraum, während sich unsere Schwestern um sie kümmern: bis schließlich der Transport nach Hause erfolgen kann.
Am Abend des OP-Tages rufe ich jeden operierten Patienten an, um ihm das Gefühl der Sicherheit und des stets möglichen Kontaktes zum Operateur zu vermitteln; am nächsten Morgen sehen wir uns wieder in der Praxis zum ersten Verbandswechsel, danach noch dreimal zu festgelegten Kontrollen. Diese Termine sind standardisiert, seit wir wissen, dass sich dieses Vorgehen im Interesse unserer Patienten und in meinem eigenen Interesse im Bemühen um maximale Sicherheit und engen persönlichen Kontakt zwischen dem operierten Patienten und mir bewährt hat.
Was ich sagen will, ist: eine solche Operation stellt für den Patienten eine Ausnahmesituation dar, die ich den meisten meiner Patienten ersparen möchte. Daher die in unserer Praxis sehr strenge Indikationsstellung (OP nur dann, wenn Schaden anders nicht abgewendet werden kann)- und daher auch das sehr enge persönliche, ganz individuelle Verhältnis, das wir zu unseren OP-Patienten aufbauen. Ich sehe mich nicht einfach nur als Chirurg bzw. Operateur, sondern als Begleiter in einer existenziellen Lebens- und Angsterfahrung, die ich meinen Patienten wohl nicht ersparen, aber doch lindern und mildern kann durch die Präsenz eines Arztes, dem Sorge und Angst nicht fremd sind: so wie jedem nachdenklichen Menschen.
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